Astrid Rieder trans-Art

Atelierkonzert 2011 in Salzburg

Grußworte von Christian Bauschke
1996 schlug die Geburtsstunde der „Atelierkonzerte". Über mehrere Jahre hinweg fanden sie als „Hauskonzerte" im überfüllten Wohnzimmer der Familie Dr. Zajc statt. Anfangs noch mit einem aus verschiedensten Stilen zusammengesetzten Programm, entwickelten sich die Darbietungen mehr und mehr zu zeitgenössischer Musik hin.

2007 übersiedelten die Konzerte in das „Techno Z" in Salzburg-Itzling, wo Astrid Rieder Räumlichkeiten für ihr Atelier bezog. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die nun genannten „Atelierkonzerte" schon längst zu einem veritablen Insider-Event der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts gemausert.

Dabei spiegeln die einmal im Jahr stattfindenden Abende alle Richtungen, nicht nur in der Musik, wider. Denn auch das „Vernetzen" der Künste ist der rührigen Veranstalterin ein Anliegen. Nicht verwunderlich, versteht sich Astrid Rieder doch als „Trans Art"-Künstlerin.

Und so durchdringen sich gegenseitig Improvisationen zu ausgestellten Bildern, Videokunst, Klanginstallationen und Lesungen zu einem eindrucksvollen Ganzen, welches spüren lässt, dass die Quellen künstlerischen Schaffens nahe beieinander liegen.

Mit dem diesjährigen Datum ist sicherlich ein Höhepunkt in der Reihe der „Atelierkonzerte" erreicht. Durch die Verlagerung von Astrid Rieders Atelier 2011 in das Salzburger „Künstlerhaus" wurde es möglich, für den heutigen Tag den großen Saal dieser Institution zu nutzen und somit der Veranstaltung ein passendes Ambiente zu verleihen.

Dennoch soll der Abend seinen bisherigen Charakter nicht verleugnen, will heißen, die Intimität der „Hauskonzerte" wahren. Dazu gehören auch das Gespräch mit den ausführenden Künstlern und das „Ausklingen lassen" des Gehörten bei einem guten Buffet. . . so, wie es immer war.

Atelierkonzert 2011 in Salzburg
PROGRAMM
:

  • Volker Staub„12 Volt und Atem“ (2008)für 2 Motorsirenen, Lochsirene und Becken
  • „Weiche Gesänge Nr. 26 Teil III“(1994-97)für Stahlsaite solo Eva Roscher
  • „Die vier Elemente“ Klavierimprovisation Manuel de Roo und Annette Mäser
  • „Von Schubert 1“ für Sprache und Gitarre Francesca Cardone und Marco Alesi
  • „Pastorale“ für vier Hände von Alexander Müllenbach Maria Kallionpää
  • ”Trinity Mania” (2010) für Klavier, E-Piano und Toy - Piano


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  • Sina Moser Video non sounds of ruberti(kirtaog) oder doch? 4 min. video+liveperformace von sina moser harfe/vibrator/minimixer
  • Georges Emmanuel Schneider „Für Violine solo“ von Andor Losonczy Peter Simon Altmann liest aus seiner Erzählung »Der Zeichenfänger« (Otto Müller Verlag, 2006)
  • Oliver Kraft und Nils Urban Östlund „D´un matin de pritemps“ für Flöte und Klavier von Lilli Boulanger (1893-1918)
  • Susanne Luntsch „Toccata“ für Klavier von Jörg Widmann 2002