Astrid Rieder trans-Art

Atelierkonzert für Neue Musik 2014

Atelierkonzert für Neue Musik 2014

Auf Augenhöhe – Wechselbeziehung zwischen den Künsten

Vorwort

Wir freuen uns sehr, dass auch im Jahr 2014 das von Astrid Rieder kuratierte Atelierkonzert für Neue Musik im Großen Saal des Salzburger Kunstvereins stattfindet. Während meiner neun-jährigen Tätigkeit für dieses Haus habe ich mich immer wieder bemüht, innovative musikalische Beiträge aus den unterschiedlichsten Bereichen in das Programm des Kunstvereins zu integrieren. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an den bereits 2005 gemeinsam mit Didi Neidhart und Karl Schönswetter initiierten Klub im Künstlerhaus mit Schwerpunkt auf elektronischer Musik, dessen Highlights die Auftritte von Franz Pomassl und Hans Platzgumer waren. Werner Raditschnigs Höraktion im Rahmen der Ausstellung von Manfred Pernice’ „Tutti“ oder der Auftritt der bildenden Künstlerin Katrin Plavcak mit ihrer Band „Erste Stufe Haifisch“ waren weiter Beiträge, welche unsere Offenheit für den Bereich der Musik zeigten.

Das Thema des heurigen Atelierkonzerts ist äußert spannend. Es geht dabei um die wechselseitige Beziehung der Künste – ein Thema, das ich 2011 im Rahmen der Sommerausstellung „Sense und Sensibility“ am Beispiel der gegenseitigen Beeinflussung von Literatur und bildender Kunst in einer internationalen Gruppenausstellung abgehandelt habe.

Astrid Rieder startet heuer den Versuch, Schauspiel, Literatur, Neue Musik, Fotografie und Zeichnung zu einem Gesamtkunstwerk zu verbinden. Zusätzlich wird das Publikum in diesen Prozess integriert und aufgefordert, zu einem Geigenstück von Wolfgang Niessner zu zeichnen. Ich wünsche für dieses Trans Art Projekt gutes Gelingen und möchte mich sehr herzlich bei Astrid Rieder für ihr Engagement und ihren Einsatz im Grenzbereich zwischen Neuer Musik und Bildender Kunst bedanken.

Hemma Schmutz

Trans Art Performance: "Auf Augenhöhe -Wechselbeziehungen zwischen den Künsten"

Ein Monolog verschmelzte zu einem nicht gelingen wollenden Dialog und endete in einer Art Gesamtkunstwerk als Höhepunkt, an dem das gesamte Publikum eingeladen war, interaktiv teil zu nehmen.

Werner Friedl las die Geschichte von Barbara Keller:“ Ob sie mich vergiften will“.

Ursula Wondraschek und Jakob Leonhard versuchten einen Dialog: „Let´s do that whore show!“, Minidrama in fünf Akten vom Vikovsky, UA.

Das Ensemble FRZT improvisierte zu Fotos von Barbara Keller.

Masayoshi Matzui führte das Violinsolostück "Sternschreie" op. 21 von Wolfgang Niessner aus dem Jahre 1994 in Originalgestalt auf und fügte dann allmählich eigene Improvisationen sowie Veränderungen mit Live-Elektronik hinzu. Dabei fand ein Übergang von Niessners auskomponierten Stück zur freien Improvisation statt.

Das Publikum war eingeladen zu diesen Klängen auf Papier mit Bleistift zu zeichnen. Die so entstehenden Arbeitsgeräusche wurden mit Mikrophonen abgetastet, verstärkt und in die Live-Improvisation gemischt.