Astrid Rieder trans-Art

trans-Art im September   

do trans-Art_51

mit Saeed Ghasemieborna, Jazzpinaist,

am 10. September um 19:30h in der Bundesstraße 37, 5071 Wals-Siezenheim

Die COVID Bestimmeungen finden Anwendung. 

EINTRITT: Pay as you wish

REVIEW: SUMMIT of trans-Art, wissenschaftliches Symposium

Ein wissenschaftliches Symposium, welches den Mehrwert für die Rezeption durch die Verbindung verschiedener Kunstgenres zur Diskussion stellt. Eingeladen waren internationale ReferentInnen mit Fachkenntnissen und beruflichen Erfahrungen mit den Elementen der trans-Art, wie die abstrakte Zeichnung, die neue Musik, das Dokumentarvideo, das Radio und der Raum. Diese Veranstaltung fand am 13. und 14. August 2020 im Atelier von Astrid Rieder in Wals-Siezenheim statt.
Astrid Rieder, die bereits seit 20 Jahren kontinuierlich an der Verknüpfung der Kunstgenres zeitgenössischer Musik und abstrakter bildender Kunst arbeitet, öffnete ihr Atelier für Vorträge, einen wissenschaftlichen Diskurs und bot den TeilnehmerInnen die Möglichkeit, trans-Art im Zuge einer Publikumsperformance selbst als aktiv zeichnender Performer zu erfahren.

In ihrer Eröffnungsrede verglich Astrid Rieder die Vorbereitungen für dieses Symposium über trans-Art mit einer Erstbesteigung auf einen der höchsten Berge unseres Planeten. Darum wählte sie dafür den Titel SUMMIT of trans-Art. Ziel dieser Veranstaltung war und ist durch wissenschaftliche Auseinandersetzung den ernsthaft künstlerischen Anspruch der von ihr kreierten trans-Art Darbietungsform Composition graphique musicale zu belegen. Die von Astrid Rieder definierte Besonderheit dieser Composition graphique musicale liegt in der immer wieder völlig neuen akustischen wie graphischen Gestaltung der Performance durch eine spontan interaktiv geführte, dialogartige Kommunikation auf Augenhöhe.  Beide der Zeichner- und MusikerInnen treffen ohne Absprache und vorgefertigtem Konzept oder Partitur aufeinander und entwickeln ihr künstlerisches Werk durch Interaktion.

Sabine Coelsch-Foisner stellte in ihrem beleuchtenden Festvortrag die Frage, ob Kunst immer schon in einer gewissen Form  trans-Art war. Mit zahlreichen Beispielen aus der Kunstgeschichte konnte sie belegen, dass im Verbinden von Kunstgenres ein potenzierender Synergieeffekt liegt.

Im Anschluss daran gestalteten der Komponist Karlheinz Essl und Astrid Rieder die 50. Darbietung der Serie do trans-Art. Als Input für die elektronische Bearbeitung seiner Stimme im künstlerischen Dialog wählte er über Strecken das direkt neben der papierenen Leinwand mit einem Kontaktmikrophon abgenommene Arbeitsgeräusch des Zeichenvorganges. In knapp 40 Minuten entstand eine thematisch dichte Zeichnung auf der 150x100 cm papierenen Leinwand und vielschichtig elektronisch modifizierte Klänge. Die Kombination  dieser abstrakten Ausdrucksmittel schafft beim Rezipienten einen unbegrenzten Reflexionsraum.

Am nächsten Morgen, am Freitag, den 14. August, beschäftigten sich Wolfgang Richter, Irene Suchy, Christian Tschinkl, Jürgen Tabor, Christian Ofenbauer, Max Rieder, Patricia Lopes Bastos, Peter Kutin und Petra Hinterberger mit dem Thema trans-Art.
In der Podiumsdiskussion, die von Christian Ofenbauer geleitet wurde, entwickelte sich folgender Konsens, worin der Mehrwert einer trans-Art besteht: die Übernahme von verschiedenen Techniken aus der Kunst, die das Verhaltensrepertoire der einzelnen KünstlerInnen erweitert,  bestehende Hierarchien ablegt und neue Organisationsstrukturen schafft. Als Beispiel nannte Christian Ofenbauer John Cage und Merce Cunningham, "die aus einer schwierigen Situation eine elegante Strategie entwickelten z.B. bei Montage."

Eine weitere Überlegung ist, dass die künstlerischen Erfahrungen in den privaten Bereich Einzug halten und man die RezipientInnen aus ihrer Komfortzone lockt.

Die Diskussion über den dafür notwendigen Raum führte zu der Erkenntnis, dass trans-Art fast überall stattfinden kann. Darüber hinaus schaffen sich die ProtagonistInnen und RezipientInnen neben dem physischen Raum, in dem sie auftreten, durch die konzentrierte Aufmerksamkeit einen individuellen, praktisch unbegrenzten,  geistigen Freiraum.

Als letzter offizieller Programmpunkt des Symposiums wurden alle TeilnehmerInnen eingeladen, selbst als zeichnende/r AkteurIn, für einen Zeitraum von jeweils fünf Minuten an einer papierenen Leinwand von 150x150 cm mit einem/r MusikerIn zu interagieren. Die sich abwechselnden MusikerInnen waren:   Soojin Lee, Agustín Castilla-Àvila, Sebastian Jolles und Norbert Sprave.

Innerhalb einer Stunde wechselten sich zwölfmal die agierenden Personen ab. Der Ablauf war fließend. Alle übergaben nach dieser neuen, inspirierenden Erfahrung mit einem glücklichen Lächeln die Leinwand dem/r nächsten KünstlerIn. Das Feedback war enorm positiv.

Zum Ausklang blieb, wer noch Zeit hatte,  das NACHTCAFE.

Da die wissenschaftliche Auseinandersetzung ein enorm wichtiger Teil jeder Weiterentwicklung ist, bleibt zu wünschen, dass diesem SUMMIT of trans-Art weitere folgen werden.

 

Zwei Sendeplätze auf der Radiofabrik: 1. und 3. Samstag im Monat um 11h

Samstag, 05. September

Sendung über do trans-Art_50 mit Karlheinz Essl

Samstag, 19. September

Sendung über die Publikumsperformance am SUMMIT of trans-Art

 

Zwei Übernahmen von RadioFro: 2. und 4. Dienstag im Monat jeweils um 23h.

Dienstag, 08. September

Sendungsübernahme der do trans-Art_50 mit Karlheinz Essl

Dienstag, 22. September

Sendungsübernahme der Publikumsperformance am SUMMIT of trans-Art